Umweltaussagen: 

Was ist zu berücksichtigen?

Umweltaussagen

Unternehmen müssen bei Umweltaussagen (z. B. in Werbung, Produktkennzeichnung oder Nachhaltigkeitsberichten) sehr sorgfältig vorgehen, um Greenwashing-Vorwürfe, rechtliche Risiken und Vertrauensverlust zu vermeiden. 

Wichtige Punkte sind: 

Wahrheit & Nachweisbarkeit

  • Aussagen müssen wahrheitsgemäß sein und dürfen nicht irreführend wirken.
  • Unternehmen sollten prüfbare Belege (Studien, Zertifikate, Messungen) vorhalten, die ihre Behauptungen stützen.

Klarheit & Verständlichkeit

  • Vage Begriffe wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ ohne Erklärung sind problematisch.
  • Aussagen müssen verständlich formuliert sein, ohne versteckte Einschränkungen.

Gesamtbetrachtung

  • Einseitige Hervorhebungen („CO₂-neutraler Versand“) können irreführend sein, wenn andere Teile der Wertschöpfungskette besonders belastend sind.
  • Transparenz über den gesamten Lebenszyklus (Rohstoffgewinnung, Produktion, Nutzung, Entsorgung/Recycling) ist wichtig.

Eine im Jahr 2020 durchgeführte Studie der Europäischen Kommission zeigt, wie wichtig mehr Transparenz im Kontext von Umweltaussagen ist.

Die zentralen Ergebnisse der Studie können wie folgt zusammengefasst werden: 

  • Mehr als die Hälfte (53 %) aller »Green Claims« sind vage, irreführend oder unfundiert. 

  • Für 40 % der Behauptungen gibt es keine Belege. 

  • Für die Hälfte (50 %) aller »Green Claims« gibt es nur eine schwache bzw. keine Überprüfbarkeit. 

  • Insgesamt gibt es in der Europäischen Union 230 Nachhaltigkeitskennzeichnungen und 100 grüne Energieetiketten, die mit sehr unterschiedlichen Transparenzanforderungen unterlegt sind. 

(Quelle: https://nordesg.de/die-europaeische-green-claims-richtlinie-im-ueberblick-nordesg/ zuletzt abgerufen: 22.9.2025)

Gemeinsam mit Mariella Julia Franz unterstützen wir Sie gerne bei der Umsetzung von aktuellen EU-Vorgaben.

Mariella ist Juristin aus Graz. Sie arbeitet seit 2006 im Bereich „Nachhaltige Entwicklung“ (in Deutschland, Brüssel/EU und viele Jahre in Argentinien). 

  • Seit 2019 liegt ihr Fokus auf der Beratung von Unternehmen und Organisationen des Privatsektors.
  • 2021 absolvierte sie das „Leading Sustainable Corporations Programme“ der Saïd Business School an der University of Oxford;
  • 2022 gründete sie ein Beratungsunternehmen in Wien und konzentriert sich dabei auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Entwicklung von Nachhaltigkeitsstrategien für KMU.

kiwi sustainable solutions unterstützt Sie bei:

  • Auswahl der passenden Umweltaussagen für Ihr Unternehmen
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🗓 Wir freuen uns auf Ihre Kontaktnahme für ein kostenloses Erstgespräch!

Im ersten Teil der Videoreihe geben wir 

– als Juristin und Ökologin – anschauliche Antworten auf prägnante Fragen. 

👉 Wann spricht man von Greenwashing?
👉 Wie kommunizieren Sie transparent?
👉 Was ist der rechtliche Rahmen von Umweltaussagen?
👉 Welche Änderungen kommen auf Sie mit der EmpCo-Richtlinie in Bezug auf Umweltaussagen zu?

Quellen: 

🎦 © Anna Ronacher
📷 © Anna Sommerfeld
Hintergrundbild von Milad Fakurian auf Unsplash

Label Österreichisches Umweltzeichen: www.umweltzeichen.at